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Maßnahmen zum Schutz Ihrer Krankenhaus-Technologien vor einem Cyberangriff


Alex Ruggles
14. September 2026
Lesezeit: 8 Min.
Da Krankenhäuser zunehmend auf vernetzte Technologien angewiesen sind, hat sich Cybersicherheit von einem reinen IT-Thema zu einer zentralen Voraussetzung für die Patientensicherheit entwickelt. Von elektronischen Patientenakten und Medikamentenmanagementsystemen bis hin zu Rohrpostsystemen und Apothekenautomationslösungen sind moderne Gesundheitseinrichtungen heute auf eine digitale Infrastruktur angewiesen, um eine effiziente und qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten.

Leider erkennen Cyberkriminelle die zentrale Bedeutung dieser Technologien. Gesundheitseinrichtungen gehören weiterhin zu den bevorzugten Zielen von Ransomware, Malware und anderen Cyberangriffen, die Betriebsabläufe stören, sensible Patientendaten gefährden und sogar lebensrettende Behandlungen verzögern können.

Die Zahl der Cyberangriffe auf Gesundheitssysteme stieg allein im Jahr 2025 um 21 % und nimmt weltweit weiter zu. Nicht aktualisierte Software und veraltete Altsysteme zählen zu den größten Cybersicherheitsrisiken für Krankenhäuser. Viele dieser Angriffe sind erfolgreich, weil sie veraltete Software, nicht mehr unterstützte Medizinprodukte oder verspätet eingespielte Sicherheitsupdates ausnutzen.

Wie können Krankenhäuser ihre Systeme und Technologien vor Cyberangriffen schützen?

Die Reduzierung des Risikos von Cyberangriffen erfordert mehr als nur die Reaktion auf aktuelle Bedrohungen. Krankenhäuser benötigen einen proaktiven, lebenszyklusorientierten Ansatz, der Technologien, Prozesse und die Zusammenarbeit mit Anbietern gleichermaßen stärkt. 

Im Folgenden werden drei Schwerpunktbereiche vorgestellt, die Gesundheitseinrichtungen dabei unterstützen können, ihre Systeme besser zu schützen und ihre betriebliche Resilienz zu erhalten.

 

1. Lebenszyklen von Geräten und Systemen aktiv managen

Die regelmäßige Aktualisierung von Medizintechnik und Software ist eine der effektivsten Maßnahmen zur Verringerung von Cybersicherheitsrisiken. Altsysteme, die mit nicht mehr unterstützten Betriebssystemen oder veralteter Software betrieben werden, lassen sich im Laufe der Zeit immer schwieriger absichern und bieten Angreifern zusätzliche Angriffsmöglichkeiten.

Krankenhäuser sollten:

  • Stufenweise End-of-Life- und Austauschpläne für ältere Geräte mit nicht unterstützter Software entwickeln.
  • Anforderungen an langfristige Wartung und Patch-Support bereits in Beschaffungsverträgen festlegen.
  • Regelmäßige Budgets für Technologie-Upgrades einplanen, um Sicherheit, Zuverlässigkeit und Compliance sicherzustellen.

 

Durch eine vorausschauende Planung von Technologieerneuerungen anstatt einer reaktiven Reaktion auf Geräteausfälle können Krankenhäuser Betriebsunterbrechungen minimieren und gleichzeitig langfristige Cybersicherheitsrisiken reduzieren.

2. Patch-Management verbessern

Sicherheitspatches dienen dazu, bekannte Schwachstellen zu schließen, bevor sie ausgenutzt werden können. Die Implementierung von Updates in einer komplexen Krankenhausumgebung erfordert jedoch eine sorgfältige Planung, um kritische Abläufe nicht zu beeinträchtigen.

Krankenhäuser können ihr Patch-Management stärken, indem sie:

  • Updates für Systeme priorisieren, die den größten Einfluss auf Patientenversorgung und -sicherheit haben.
  • Automatisierte Monitoring-Tools einsetzen, um ungepatchte Geräte und Software zu identifizieren.
  • Updates zunächst in Testumgebungen prüfen, bevor sie in produktiven Systemen ausgerollt werden.
  • Wartungsfenster in Zeiten mit geringer Auslastung planen, um Betriebsunterbrechungen zu minimieren.
  • Virtuelles Patching nutzen, um Risiken zu reduzieren, bis offizielle Updates verfügbar sind.

 

Ein strukturiertes Patch-Management hilft Krankenhäusern, neuen Bedrohungen einen Schritt voraus zu sein und gleichzeitig die Stabilität ihrer Systeme zu gewährleisten.

3. Verantwortung der Anbieter stärken

Cybersicherheit sollte nicht allein in der Verantwortung der internen IT-Abteilung liegen. Hersteller von Medizinprodukten, Softwareanbieter und externe Dienstleister spielen eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung einer geschützten Gesundheitsumgebung.

Krankenhäuser sollten klare Erwartungen definieren, indem sie:

  • Anbieter verpflichten, Sicherheitsupdates und Patches innerhalb klar definierter Fristen bereitzustellen.
  • Externe Dienstleister über umfassende Servicevereinbarungen steuern.
  • Die Einhaltung relevanter Cybersicherheitsvorschriften und Sicherheitsstandards im Gesundheitswesen sicherstellen.
  • Software-Wartungsvereinbarungen und Leistungsbeschreibungen (Statements of Work) verbindlich festlegen, um Transparenz und Verantwortlichkeit zu erhöhen.
  • Den Anbieterzugriff auf sichere und überwachte Kommunikationskanäle beschränken.
  • Vertragsverlängerungen an kontinuierlichen Sicherheits-Support und zeitnahe Softwarewartung knüpfen.

 

Starke Partnerschaften mit Anbietern tragen dazu bei, dass Cybersicherheitsverantwortlichkeiten während des gesamten Technologielebenszyklus klar definiert und wirksam umgesetzt werden.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Krankenhäuser, eine widerstandsfähigere Gesundheitsversorgung aufzubauen.

Die Cybersicherheit im Krankenhaus ist längst kein einmaliges Projekt mehr. Sie sollte eine fortlaufende operative Priorität sein. Da sich Gesundheitstechnologien kontinuierlich weiterentwickeln, müssen Einrichtungen des Gesundheitswesens einen proaktiven Ansatz verfolgen, um Risiken über den gesamten Lebenszyklus ihrer Systeme und Geräte hinweg zu managen.

Ein effektives Patch-Management, rechtzeitige Technologie-Upgrades und eine klare Verantwortlichkeit von Anbietern tragen maßgeblich zu einer sichereren Gesundheitsumgebung bei. Ebenso wichtig ist es, sicherzustellen, dass externe Dienstleister ihre Aufgaben im Bereich der Cybersicherheit verstehen und erfüllen, um eine stärkere und widerstandsfähigere Lieferkette zu schaffen. 

Durch Investitionen in sichere Technologien, die kontinuierliche Wartung und Aktualisierung bestehender Systeme sowie die Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Anbietern, die sich bewährten Cybersicherheitsstandards verpflichtet fühlen, können Krankenhäuser ihr Cyberrisiko erheblich reduzieren. Gleichzeitig schützen sie Patientendaten, unterstützen eine unterbrechungsfreie Versorgung und stärken ihre operative Resilienz für die Zukunft.

Swisslog Healthcare und TransLogic engagieren sich aktiv für die Unterstützung der Cybersicherheit in Krankenhäusern.

Auch Technologiepartner spielen eine entscheidende Rolle dabei, Krankenhäuser bei der Stärkung ihrer Cybersicherheitsstrategie zu unterstützen. Swisslog Healthcare und TransLogic engagieren sich dafür, Gesundheitseinrichtungen durch sichere Systemkonzepte, proaktives Monitoring, Schwachstellen- und Patch-Management sowie kontinuierlichen Support über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu unterstützen.

Unser Ansatz umfasst die Einhaltung von Cybersicherheitsstandards im Gesundheitswesen sowie die HITRUST-Zertifizierung, die einen umfassenden und standardisierten Rahmen zur Identifizierung und Minimierung von Schwachstellen bietet. Dieser Rahmen unterstützt zudem kontinuierliche Sicherheitstests, die schnelle Erkennung von Sicherheitsvorfällen und wirksame Reaktionsstrategien, um Gesundheitseinrichtungen dabei zu helfen, gegenüber sich ständig weiterentwickelnden Cyberbedrohungen widerstandsfähig zu bleiben. 

Durch die Integration von Cybersicherheit in jede Phase der Systemimplementierung und des langfristigen Supports können Krankenhäuser sowohl ihre Technologieinvestitionen als auch die Patienten, die auf diese Systeme angewiesen sind, besser schützen.
Hier schreibt: Alex Ruggles
Alex Ruggles
Network Security Engineer

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